Schlagwort-Archiv: Foodblogging

Foodblogging – ein neuer Trend

Schaut man sich die Auslagen der Grossverteiler an, stellt man fest, dass ein imenses Angebot an Lebensmitteln bereit steht. Neben einem paradisischen Angebot an Frischprodukten wie Gemüse, Früchte, Fleisch und Fisch ist auch die Auswahl an „fremdländischen“ Lebensmitteln und exotischen Gewürzen schier grenzenlos.

Auch Liebhaber von Pasta und Reis steht ein ausgedehntes Angebot an verschiedenen Formen und Geschmacksrichtungen bereit. Das Gleiche gilt für Milch- und Käseprodukte. Ein wahres Paradies für Gourmets und Hobbyköche und geradezu eine Einladung für die kreativen Küchenvirtuosen sich an immer neue Rezeptideen heranzuwagen, und den Wochenendbesuch immer wieder auf’s Neue zu überraschen.

Auch weniger Kochaffine und Kochmuffel werden mit Convenience Food aller Art bestens bedient. Vom Single Haushalt Fertigmenue «Älplermakkaroni mit Öpfelmues» bis zu den bereits perfekt in Stücke geschnittenen Suppenbeilage ist vieles in jeder nur erdenklichen Form in den Gestellen der Grossverteiler erhältlich. Die schiere Menge der Auswahlmöglichkeiten macht die Wahl oftmals zur „Qual der Wahl“.

Frische saisonale Lebensmittel
DSCN0631
Was ist jetzt wohl gerade Saisongemüse?

Durch das riesige Angebot insbesondere von frischem Gemüse und Früchten praktisch zu
jeder Jahreszeit fällt es einem heute richtig schwer festzustellen „ist nun Erdbeeren Saison?“ oder „sind die Bohnen aus der Schweiz?“ – Ein grenzenloses Angebot das ganze Jahr über.

Natürlich ist für Hobbyköche das breite Angebot an Gewürzen, Gemüsen und Exotischen Speisen eine grosse Herausforderung das perfekte Rezept zu finden und selber kreativ nach zu Kochen und mit Freunden zu geniessen. So hat sich in der Hobbykochszene auch ein neuer Trend bereits seit Jahren bestens etabliert, nämlich der Foodblogger. Bei einem Streifzug durch das welt-weite-Netz surft man auf die tollsten Seiten. Feinste Rezepte, grafisch schön umgesetzt und auch für den Wochenendkoch (meistens) nachkochbar.

Genuss und Geselligkeit

IMG_1679Bei Bergfux.ch wird Genuss und Geselligkeit gross geschrieben. Beim Genuss halten wir uns aber an ehrliche und geradlinige Gerichte, mit denen wir auch selber mal unsere Frauen am Wochenende verwöhnen können.

Beat hatte die seltene Gelegenheit persönlich den passionierten Foodblogger René Vuarnoz kennen zu lernen und ein Interview mit ihm zu machen.

 


Das Interview mit René:

Beat:
Hallo René, was hat dich bewogen mit dem Foodbloggen anzufangen?

René:
Ja Beat, das geht viele Jahre zurück, als ich mit Kochen begonnen hatte und unsere Gäste schätzten was auf den Tisch kam. Immer wieder wurden wir nach den Rezepten gefragt und als ich dann Mitte der 90iger Jahre meine eigene Website startete, gab es die Rubrik «Rezept des Monats» mit unseren Lieblingsrezepten.
Nachdem die privaten Websites mit dem Aufkommen der sozialen Medien an Bedeutung verloren, verschwand auch unsere Homepage und der Foodblog wurde ins Leben gerufen. Der Grund ist aber derselbe geblieben: Wir wurden immer wieder nach unseren Rezepten gefragt!
Wenn ich hier von «wir» spreche, meine ich natürlich auch meine liebe Frau Ursi, denn sie hilft bei der Auswahl der Gerichte, beim Mise en Place und dem Foodstyling heftig mit.

Beat:
Hast du eine Philosophie nach welcher du kochst?

René:
Der Grundsatz, nach welchem wir Kochen, steht schon im Blog-Titel: «Was uns gut dünkt»! Wir kochen nur das was uns gut dünkt, vom Rest lassen wir die Finger! Wir kochen nicht nur, wir backen auch Konfekt und Torten und wagen uns im Winter auch an die Herstellung von Pralinen heran. Doch grundsätzlich kochen wir querbeet, von Asien über Europa bis nach Amerika, von Leichtem bis Deftigem, einfach das was uns halt gerade gelüstet.

Beat:
Was inspiriert dich immer wieder neue Rezepte zu suchen?

René:
Eine fast unermessliche Quelle für neue Gerichte sind unsere Ferienreisen. Da lernst du Neues Kennen und versuchst es zu Hause nachzukochen. Das reicht von Pulled Pork aus Hawaii, gegrillter Schweinehaxe aus Bayern, Smörgåstårta aus Schweden, geschnetzeltem Rentierfleisch aus Lappland, Friesentorte und tote Tanten von der Nordsee, Coca Cola BBQ-Sauce aus den USA, um nur ein paar wenige zu nennen.

Ich lass die Rezepte «zu mir kommen», also wenn ich irgendwo was sehe was mich anspringt, sei es in einer Kochzeitschrift oder im Internet, dann wird es auch ausprobiert.
Vor allem das Internet ist da voll von interessanten Sachen. Wenn du mal bei einem Foodblogger anfängst rumzustöbern und dann seinen Lieblingslinks folgst, dann findest du Sachen die du gar nicht kanntest. So ist es mir letzthin passiert als ich «Bacon Jam» (Speck Marmelade) gefunden habe und natürlich sofort ausprobierte! War übrigens megalecker und ist auf meinem Blog zu finden.
Eine andere, ganz interessante Quelle ist «Pinterest». Da pinnen Foodblogger ihre neuesten Kreationen und jedermann kann solche Pins weiterpinnen und daraus entstehen dann z.B. themenorientierte Sammlungen von Pins mit hinterlegten Links zu den Rezepten. Auch unsere Gerichte sind da natürlich vertreten J

Beat:
Ich habe gehört du hast ein Kochbuch publiziert. Was erwartet den Leser?

René:
Ja, dem ist so, doch die Auflage ist vergriffen. Allerdings beschränkte sich diese auf 60 Stück, nicht wegen dem Interesse, sondern wegen der hohen Gestehungskosten. Das Buch beinhaltete Highlights aus unserem Fundus der beliebtesten Hausrezepte.
Es bleibt offen, ob wir uns nochmals an ein solches Buch wagen, ganz abgeneigt sind wir nicht und die Zeit dazu hätten wir auch…

Beat: Ich bin gespannt. Wir werden auf jeden Fall auf Bergfux über die neueste Entwicklung berichten aus dem «Château Breitibach» berichten“.

Zum Schluss möchte ich natürlich wissen, ob du uns dein Lieblingsrezept verrätst!

René:
Es gibt kein Lieblingsrezept – einfach so. Allerdings, was das ganz Jahr über immer geht, sind Cordon Bleu und Spaghetti mit viel Käsekuchenkäse darunter und darüber, oder noch einfacher ausgedrückt: Pasta in jeder möglichen Form!

Unsere Lieblingsgerichte sind sonst eher saisonal bedingt. Das geht im Frühling in Richtung von Spargelgerichten, z.B. «Penne con Spargel», im Sommer eher zu einem «Wurstsalat nach Art des Hauses». Im Herbst folgt dann die ganze Palette von dem was das Jahr über gewachsen ist, aber im Besonderen gefällt uns natürlich eine «Treberwurst» oder ein «Papet Vaudois» oder auch «Sauerrüben mit Geräuchertem». Und im Winter steht dann oft ein Gericht auf dem Tisch, welches aus deiner Heimat stammt, die «Capuns»!
Dazu kommt noch meine Affinität zum Kanton Freiburg, wo es auch ein paar wunderbare Spezialitäten gibt, so z.B. das «Cuchaule et Moutarde de Bénichon» und die «Bricelets de la Bénichon» und natürliche den Freiburger Vacherin und den Gruyère für ein gutes Fondue, sowie den wunderbaren Raclette-Käse aus dieser Region.

Aber ich würde dir an dieser Stelle gerne ein sommerliches Gartenbeiz-Gericht vorstellen. Und zwar ist es eine Gnagi-Terrine, also die etwas verbesserte Version eines «Schwartenmagens»…
Serviert wird diese mit einem Zwiebelsalt und einem Senfschaum. Dazu gehören natürlich ein Bürli und ein kühles frisches Bier, fast wie im Biergarten…

En Guete
René

Rezept: Gnagi-Terrine

Ganagi Terrine 04Ganagi Terrine 03

Coole Kochschürze gesucht ?

Quellenangaben

Text und Fotos:
© 2016, Beat Aebi Bergfux / René Vuarnoz vom CBB
© 2016, Ursi Vuarnoz Arrangements der Bilder vom CBB

Weiter Rezepte vom Château Breitibach CBB findest du Pinterest oder CBB